Plattbodenschiff in Holland mieten
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Das IJsselmeer und seine Geschichte

Von der Zuiderzee zum Ijsselmeer

Das Ijsselmeer erstreckt sich heute über eine Fläche von etwa 1100 m² zwischen den Provinzen Nordholland im Westen und Friesland im Osten. Im Süden trennt der Markerwaarddeich Houtribdijk das IJsselmeer vom Markermeer ab und im Norden bildet der Abschlussdeich (Afsluitdijk) die Begrenzung zum Wattenmeer und der Nordsee.

 

Was ist das IJsselmeer?

Eigentlich ist das IJsselmeer kein 'Meer', denn im Niederländischen bedeutet 'Meer' das, was im Deutschen See genannt wird, und 'Zee' das, was im Deutschen das Meer ist. Also ist das IJsselmeer ein See - genaugenommen, zusammen mit dem Markermeer und dem Veluwerandmeer, Teil eines der größten Süßwassergebiete in Europa. Das IJsselmeer zählt zu den Binnenrevieren, ist relativ flach (die Fahrrinne ist 3,50 m tief, die tiefste Stelle etwa 7 m, zu den Randbereichen wird es flacher) und besteht aus Süßwasser. Der Untergrund besteht aus Sand, Ton und Muscheln.

Abschlussdeich

Abschlussdeich zwischen Ijsselmeer und Wattenmeer

Warum Plattbodenschiffe ideal für das Ijsselmeer sind

 

Wegen seiner geringen Tiefe ist das IJsselmmer ideal für Plattbodenschiffe. Diese einstigen Frachtschiffe, die heute als Passagierschiffe mit Schulklassen und Gruppen unterwegs sind, haben einen platten Boden - einen unten flachen Rumpf. Dadurch haben Plattbodenschiffe nur wenig Tiefgang - Ideal für das IJsselmeer - und können auf Grund ihrer Rumpfform im Wattenmeer auf einer Sandbank trockenfallen, wobei sie gerade stehen bleiben.

Plattbodenschiffe haben Seitenschwerter, die verhindern, dass das Boot beim Segeln durch den Wind zur Seite weggedrückt wird. Es gibt Plattbodenschiffe mit einem, aber auch mit mehreren Masten. Je nach Bauart heißen die Schiffe dann Klipper, Botter, Tjalk, Aak...

Plattbodenschiff Vrijheid

Plattbodenschiff 'Vrijheid' auf dem Ijsselmeer

Was unterscheidet das IJsselmeer vom Markermeer?

Der Abschlussdeich mit seinen beiden Schleusen Kornwederzand und Den Oever trennt das Ijsselmeer im Norden vom Wattenmeer. Im Süden trennt der Houtribdijk mit seinen beiden Schleusen in Lelystad und Enkhuizen das IJsselmeer vom Markermeer.

IJsselmeer

Der größte Süßwassersee der Niederlande, entstanden 1932 durch den Abschlussdeich. Weite Wasserflächen, offener für Wind und viele historische Hafenstädte.

  • Fläche ca. 1.100 km²
  • Tiefe 2 – 7 m

Pluspunkte des IJsselmeeres

  • größeres Segelrevier
  • windoffener
  • wichtiges Süßwasserreservoir
  • auch zum Segeln, Kitesurfen, Motorbootfahren
  • historische Häfen wie Enkhuizen, Stavoren, Lemmer, Urk
  • Revier auch für längere Törns

Häfen am IJsselmeer

  • Makkum
  • Workum
  • Hindeloopen
  • Stavoren
  • Lemmer
  • Urk
  • Lelystad
  • Enkhuizen
  • Medemblick
Enkhuizen am Ijsselmeer - Altstadt mit Festung und Hebebrücke

Enkhuizen

Markermeer

Flach, ruhiger und heute ein wichtiges Naturgebiet mit den Marker Wadden und künstlichen Inseln zur Verbesserung der Wasserqualität und Biodiversität.

  • Fläche ca. 700 km²
  • Tiefe 2 – 4 m

Pluspunkte des Markermeeres

  • Renaturierungsinseln
  • sehr flach
  • ökologische Schutzprojekte
  • Natur- und Vogelschutz
  • ruhigeres Revier, ideal für Tages- und Wochenendtörns
  • Nähe zu Amsterdam, Hoorn, Marken, Volendam

Häfen am Markermeer

  • Muiden
  • Amsterdam
  • Marken
  • Monnickendam
  • Volendam
  • Edam
  • Hoorn
Muiderslot bei Muiden am südlichen Ijsselmeer

Muiderslot bei Muiden am südlichen Ijsselmeer

Die Zuiderzee als Ursprung des IJsselmeeres

Das heutige IJsselmeer liegt auf dem Gebiet der einstigen Zuiderzee. Diese war eine große, offene, mit der Nordsee verbundene Bucht, die etwa 100 km ins Landesinnere reichte. Der anfangs reine Süßwasser-Binnensee war bereits bei den Römern als 'lacus Flevus' (Flevosee) bekannt. Im weiteren geschichtlichen Verlauf, etwa um 753, veränderten sich die Uferberiche, bröckelten und der See veränderte seine Größe und Gestalt, er wurde nun Aelmere genannt, der Fischfang wurde eine wichtige Nahrungsquelle der Bewohner dieser Region.

Durch Sturmfluten (u.a. 1287, 1421) und wiederkehrende Überschwemmungen, die weite Teile des Landes überfluteten und schwere Schäden hervorriefen, gelangte Salzwasser ins Aelmere. Durch Abtragen der angrenzenden Moorgebiete und den Abbaut der Düne bei Callantsoog gelangte Meerwasser in den Binnensee, er wurde zum Binnenmeer und hieß seitdem Zuiderzee.

Die Menschen nutzten das Binnenmeer, die Zuiderzee, auch weiterhin zum Fischen. Als um 1900 die Fischerei ihren Höhepunkt erreichte, gab es fast 3000 Plattbodenschiffe, die als Fischerboote Aal, Hering und andere Fische fingen.

Neben der Fischerei blühte auch der Handel und die Schiffe der Vereinigten Ostindien-Kompanie begannen im 17. und 18. Jhd. durch die Zuiderzee Waren nach Amsterdam und Hoorn zu bringen. Städte wie Kampen , Harderwijk und Stavoren sowie 19 weitere Städte schlossen sich zu einem Handelsbündnis, der Hanse, zusammen.

Da es immer wieder zu schweren Überschwemmungen kam, die zahlreiche Todesopfer zur Folge hatten, und die Bedeutung der Handelsschiffe zu Beginn des 19. Jhd. abnahm, erwuchs der Gedanke, die Gegend einzudeichen und durch das Einpoldern Land zu gewinnen. 1920 begann man auf Grundlage der Pläne von Cornelis Lely die ersten Polder trockenzulegen, der 1927 begonnene und 1932 fertiggestellte Bau des Abschlussdeiches verhinderte weitere Überschwemmungen, bis 1968 wurden weitere Polder trockengelegt. Mit Fertigstellung des Abschlussdeiches wurde die Zuiderzee wieder ein 'Meer' (Binnensee), das IJsselmeer, das nach seinem größten Zufluss, der IJssel, benannt ist.

Das Ijsselmeer mit dem Plattbodenschiff erkunden

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Diese Nautic-Tours Webseite informiert über: Geschichte Ijsselmeer - Letzte Aktualisierung: 17.06.2026
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